WIN@WBV will in den kommenden fünf Jahren insgesamt 30 Millionen Euro in die Sanierung und Verbesserung von Straßen, Rad- und Fußwegen investieren. Einen besonderen Schwerpunkt sollen dabei sichere und barrierefreie Gehwege bilden.
Das Straßennetz der Stadt Wilhelmshaven umfasst rund 900 Straßen mit einer Gesamtlänge von etwa 463 Kilometern. Hinzu kommen zahlreiche Rad- und Fußwege, Fußgängerzonen und Plätze. Trotz laufender Unterhaltungsmaßnahmen sind noch immer viele Straßen, Rad- und Fußwege in keinem guten Zustand. Schlaglöcher, Unebenheiten und durch Baumwurzeln angehobene Pflasterungen gehören vielerorts zum Alltag.
„Versackungen in der Straßenmitte oder an den Seiten führen zu Pfützenbildung. Unebene Geh- und Radwege sind nicht nur ärgerlich, sondern können gerade für ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen zu einem echten Problem werden“, erklärt Stefan Becker. „Die bislang vorgesehenen Mittel von ein bis zwei Millionen Euro jährlich reichen bei Weitem nicht aus.“
Deshalb will WIN@WBV die Investitionen deutlich erhöhen. Ziel sind insgesamt 30 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren. Davon sollen 20 Millionen Euro aus dem Bundessondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität eingesetzt werden. Weitere Mittel sollen wie bisher aus dem städtischen Haushalt kommen. So sollen in den kommenden Jahren jährlich zwei Millionen Euro für diesen Bereich fest eingeplant werden.
„Wilhelmshaven und die Menschen, die hier leben, haben bessere Straßen, Rad- und Fußwege verdient. Das gilt ebenso für unsere Gäste. Wir wollen dafür sorgen, dass aus diesem Anspruch konkrete Investitionen werden und dafür eine Mehrheit im Rat gewinnen“, so Stefan Becker, der sich seit Jahren für eine bessere Straßen- und Wegeinfrastruktur einsetzt.
WIN@WBV setzt dabei bewusst auf die zusätzlichen Möglichkeiten des Bundessondervermögens. Wilhelmshaven erhält daraus rund 50 Millionen Euro. Die Stadt kann im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben selbst Schwerpunkte für kommunale Investitionen setzen. Für WIN@WBV haben die Sanierung und Verbesserung von Straßen, Rad- und Fußwegen dabei eine hohe Priorität.
Ein besonderer Schwerpunkt soll auf der Barrierefreiheit liegen. Gehwege müssen ausreichend breit, sicher und möglichst eben sein. Abgesenkte Bordsteine und taktile Leitsysteme sollen dafür sorgen, dass sich auch Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Sehbehinderung möglichst selbstständig und sicher im öffentlichen Raum bewegen können.
„Gerade die wunderschöne Gartenstadt Siebethsburg zeigt, wie groß der Handlungsbedarf teilweise ist. Aber auch in vielen anderen Bereichen unserer Stadt besteht erheblicher Nachholbedarf. Angesichts einer älter werdenden Bevölkerung sind sichere und barrierefreie Wege keine Nebensache, sondern eine wichtige Investition in die Lebensqualität unserer Stadt“, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.
17.08.2026