
Nach der Begehung des Ratskellers im Vorfeld der Sitzung des Jugendhilfeausschusses hat sich Olaf Fischer (WIN@WBV) bereits kritisch zur Idee einer möglichen Kita-Nutzung geäußert.
„Mir fehlt ehrlich gesagt die Vorstellungskraft, dass sich in diesen Räumlichkeiten eine zeitgemäße und kindgerechte Kita realisieren lässt“, erklärte Fischer. Mit einem Augenzwinkern fügte er im Ausschuss hinzu: „Eine Kita Kellerkinder kommt für uns eher nicht infrage.“
Viele Mitglieder des Jugendhilfeausschusses hatten sich bei der Abstimmung zunächst enthalten, da eine abschließende Beratung in ihren Gruppen und Fraktionen noch ausstand. Auch alle beratenden Mitglieder des Ausschusses zeigten sich skeptisch oder sprachen sich gegen den Antrag aus. Olaf Fischer hat seiner Gruppe WIN@WBV und Volt nach der Diskussion im Ausschuss empfohlen, den Prüfauftrag der SPD abzulehnen – eine Empfehlung, der die Gruppe aus mehreren Gründen folgen wird.
„Grundsätzlich müssen wir den Bedarf an Kita-Plätzen in den einzelnen Sozialräumen im Blick behalten. Aktuell gibt es jedoch noch freie Plätze, und in Kürze werden die aktuellen Ergebnisse des Bedarfsplans vorliegen“, betont Fischer.
Aus Sicht der Gruppe werfen die baulichen Gegebenheiten des Ratskellers erhebliche Fragen auf. Wenig Tageslicht, zahlreiche Pfeiler und die Anforderungen des Denkmalschutzes machen es schwer vorstellbar, hier eine moderne und kindgerechte Einrichtung zu realisieren.
Gleichzeitig sieht die Gruppe für die Räume durchaus andere Perspektiven. „Hinsichtlich einer zukünftigen Nutzung der Räume sehen wir alternative Möglichkeiten“, so Olaf Fischer zum konkreten Prüfauftrag der SPD-Fraktion.
Ratskollege Markus Bulla (WIN@WBV) verweist in diesem Zusammenhang auf einen bereits erteilten Planungsauftrag an die Verwaltung: „Wir haben die Verwaltung beauftragt, ein umfassendes Raumkonzept zu entwickeln, das auch den Anforderungen moderner Arbeitsformen wie Homeoffice und Shared-Desk-Strukturen gerecht wird. Das Rathausgebäude ist dabei selbstverständlich gesetzt und sollte in diese Überlegungen einbezogen werden.“
Auch eine Nutzung wie früher bleibt aus Sicht der Gruppe eine denkbare Option. „Eine gastronomische Nutzung des Ratskellers – möglicherweise auch in Verbindung mit dem Außenbereich – ist für mich ebenfalls noch nicht vom Tisch“, ergänzt Stefan Becker.
Die Ratsmitglieder von WIN@WBV und Volt ziehen daher ein klares Fazit: „Die Idee einer Kita im Ratskeller ist für uns eine Schnapsidee.“
13.03.2026